Hypnose

Als Hypnose wird entweder das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, die meist durch tiefe Entspannung sowie durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist. Oder der Begriff „Hypnose“ bezeichnet den Zustand der hypnotischen Trance, der durch eine Hypnose- Induktion (Einleitung) erreicht wird. Die Begriffe "Trance" und "Hypnose" werden oft synonym verwendet, wobei "Trance" nur für den Zustand steht, "Hypnose" aber den Zustand und das Verfahren bezeichnen kann. Der Begriff "Hypnose" stammt vom griechischen Wort hypnos, da man in der Anfangszeit der Forschung davon ausging, dass es sich bei der Hypnose um einen schlafähnlichen Zustand handelt (siehe auch Geschichte der Hypnose).

Im Zustand der Hypnose sind sowohl die Ansprechbarkeit des Unbewussten als auch die Konzentration auf eine bestimmte Sache stark erhöht, die Kritikfähigkeit des Bewusstseins in jedoch verringert. Dadurch können bestimmte Hypnose-Phänomene verstärkt oder überhaupt erst wahrgenommen werden, wie zum Beispiel Änderungen des Bewusstseins und des Gedächtnisses, Kontrolle des vegetativen Nervensystems, grössere Empfänglichkeit für Suggestionen sowie für normales Bewusstsein ungewöhnliche Vorstellungen und Reaktionen. Die Definition „Hypnose“ ist nur vage, weil die physiologischen Vorgänge immer noch erforscht werden. Der Zustand der Hypnose ähnelt natürlichen, spontan auftretenden Zuständen, wie man sie z.B. beim Einschlafen und Aufwachen sowie bei Tagträumen, Schauen eines Films oder beim konzentrierten Lesen eines Buches erleben kann: Bei der Hypnose ist die Wahrnehmung eingeengt und die Konzentration des Bewusstseins auf eine bestimmte Sache gerichtet (der Film, das Buch oder aber die Worte des Hypnosetherapeuten).

Der Bewusstseinszustand unter Hypnose ist jedoch ein besonderer Wachzustand des Unbewussten und ist weder mit dem des Schlafes noch mit dem des normalen Wachseins gleichzustellen. Das Hypnose-Phänomen der Konzentration auf eine Sache trifft die Bezeichnungen „Monoideismus“ (eine Idee) recht gut. Deshalb wurde dieser Begriffe als Ersatz für die Bezeichnung „Hypnose“ vorgeschlagen. Dies auch deshalb, um die Hypnose deutlicher vom Schlaf und von der Show-Hypnose abzugrenzen.
Hypnose findet in der Hypnose-Therapie Anwendung. Die Wirksamkeit der Hypnose-Therapie ist wissenschaftlich gut belegt. Insbesondere wurden mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) hirnphysiologische Korrelate von Hypnose-Zuständen ganz klar nachgewiesen. In Deutschland ist der Einsatz der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie gesetzlich geregelt. In Deutschland gehört die Hypnose zu den von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen. Zu Beginn des Jahres 2006 wurde die Hypnose vom „wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie“ in Deutschland als wissenschaftliches Verfahren anerkannt.

Erleben, Reaktionen und Wirkungen der Hypnose sind sehr individuell. Da der Hypnose-Zustand immer nur dem Hypnotisanden (demjenigen der hypnotisiert wird) zugesprochen werden kann, die Trance als solche also vom Hypnose-Therapeut unabhängig ist, könnte alles und jeder hypnotisieren. Ob eine Hypnose die gewünschten Erfolge erzielt, ist stark von der inneren Einstellung des Hypnotisanden abhängig. Diese Tatsachen werden oft mit „jede Hypnose ist eine Selbst-Hypnose“ zusammengefasst. Natürlich sind Kompetenz des Hypnose-Therapeuten und Vertrauen in ihn ebenfalls notwendig, im Falle einer Selbst-Hypnose also Vertrauen in sich selber.

Dieser Text wurde erstellt von http://www.praxisfuerhypnosetherapie.ch

Die Praxis ist spezialisiert auf Hypnose, Hypnosetherapie, Mentaltraining, Coaching, Hypnoseschulungen und Ausbildungen in Hypnose

Barbara Müller-Kütt
Altstadtgasse 1
6210 Sursee

Tel: 041 493 05 01